Serpentinenstrassen führten uns steil hinauf, steil hinunter über viele Hügel, welche teils bewaldet, teils mit Weiden überzogen waren. Fast konnte man meinen, in alpine Seelandschaften einzutreten. Die weit verzweigten Buchten sind vom Meer beinahe ganz abgeschnitten.
Das Städtchen in welches wird eintrafen, lag ein einem solchen See. Akaroa, einst als französischen Niederlassung gegründet, erinnern die Strassennamen noch daran. Wir sassen in einem Café, tranken einen Cocktail und blickten durch das Fensterchen aufs Wasser vor uns, einige Boote lagen in Ufernähe vor Anker als die Sonne immer noch hell strahlend hinter den Hügeln verschwand.
Das bemerkenswerteste an Neuseeland mögen wohl die Bäume in all ihrer Vielfalt sein. Die Fahrt entlang der trockenere Westküste liess uns dass schon erahnen, noch bevor wir in die regenreichen Zonen der Ostseite eintrafen. In den vielen Wäldern herrschen verschiedene Nadelbäume vor, es wachsen aber auch allerlei Laubbäume, palmenartige Bäume mischen sich darunter und das wohl eindrücklichste ist das Farn, von denen eine Art einen Stamm ausbilden der mehre Meter hoch treibt.
Unversehens hatten sich jedoch sämtliche Bäume in einer hügligen Graslandschaft verloren. Wir hatten die Küste seit einiger Zeit verlassen und uns Richtung Inland gewendet. Die Strasse an die Ostküste führte hinauf ins Hochland. Golden erstreckte sich das Bergland bis an das majestätische, hochaufragende Gebirge. In der Ferne warfen dunkle Wolken ihre Schatten und Schauer über das Land.
Wir zweigten von der Hauptstrasse ab und folgten einem staubigen Weg, der nach etlichen Kilometer zwischen zwei Hügel endete. Ein Bachlauf trat aus einem Wädlchen von knorrigen Föhren.
Am Fusse der Bergmassive liegen riesige Seen. Das Prachtvolle dieses alpinen Panoramas hat in seiner Anziehungskraft weit gewirkt, und Kurorte entstehen lassen, die aus allen Nähten platzen. Lake Takapo ist ein Ort der nur aus zahlreichen Ferienunterkünften besteht und als wir am späten Nachmittag hier eintrafen, mussten wir feststellen, dass jede Unterkunft ausnahmslos besetzt war.
Wir liessen die Stadt hinter uns und trafen bei bereits eingetretener Dunkelheit in der nächstgelegnen Ortschaft ein und bezogen unser Nachtlager in einem Hotel.
Nächstentags entzogen wir uns über Bergpfade dem regen Tun der zusammenströmenden Kurgästen. Wir stiegen die Anhöhen hinauf und wurden mit einem weitreichenden, kontrastreichen Ausblick auf Seen, Hügel und Berge belohnt.
Bevor wir über die Passhöhe fuhren, um auf der Westseite der Insel in die Niederungen abzusteigen, machten wir einen kurzen Stopp am Ufer des Sees und erfrischten uns im eisig, kalten Wasser.
Am Rande des Hochland befindet sich eine kleine Siedlung in welcher wir Quartier, gute Verpflegung und Entspannung fanden.







- Vulkan
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